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Schlagwort: 2014

1. Finest Spirits & Beer Convention im Pott

Bierliste Stand ich am Anfang des Jahres noch mit den „beer you, beer me“-Jungs auf der „Braukunst Live“ in München, so hatten die Beiden am Wochenende Heimspiel in Bochum, da Frank Böer die  1. Finest Spirits & Beer Convention im Pott, also im Westen veranstaltet hat.

Ich war allerdings nur Freitags da, aufgrund von Samstagsplanung bzgl. #barcampDUS und Streikgefahr am Wochenende. Also auf nach Bochum.

Unerwartet (weil München der Horror, mit Schlangen vorm Einlass, Anreise, Shuttle-Bus) war es sehr ruhig am Eingang und in der Halle. Es war hier natürlich als kleiner, wirkte dafür aber wesentlich edler, ruhiger und atmosphärischer, nicht zuletzt wegen der imposanten Jahrhundert-Halle selbst. Wunderschöne Industrie-Kultur!

Kein Riesen-Stände, kein Geplärre, keine bayrische Lederhosen-Nerv-Folklore, keine Sauftruppen, sondern angenehm leise, ohne Party und Remydemy konnte man sich den Brauern und deren Erzeugnissen widmen und quatschen.

 

Das Bier ist für mich mittlerweile zweitrangig, da ich mich mehr freue, bekannte Gesichter endlich wiederzusehen, bzw. mal in RL zu treffen, statt immer nur im Social Web. Also, eigentlich die klassische Convention-Nummer, nur statt StarTrek oder Tolkien geht es halt ums Craftbeer. Beer-Geeks unite!

Keine Lust jetzt hier alle Biere aufzuzählen, zu bewerten und zu verlinken, auch das wird immer uninteressanter und die Spirituosen lassen mich halt kalt, worüber ich sehr froh bin. Gutes Bier reicht mir, vorallem bei den ganzen 10% + Bomben.

Craftbeer ist und bleibt Haltung und Handwerk, nicht Marketing und Technik! Die Großen enttäuschen leider wie immer (Pilsner Urquell, Köpi, Craftwerk, etc) und die Kleinen (Ale-Mania, Gruthaus, Onkelbier, Schoppebräu, Hanscraft, Freigeist, NøgneO etc.) sind so gut wie immer.

Favorit für mich mal wieder DeMolen.  Eigentlich könnte man auch einfach jeden Monat ne Festival mit dem DeMollen-Stand +1 machen!

Danach noch mit den Männerabend-Jungs in die TrinkhalleRuhr, ein PopUp/Kunst/Bar in der Bochum Mitte – sehr zu empfehlen. Down to earth, sehr gute Craftbier- und Spirituosen-Auwahl ohne Chichi.

Leider verlief dann mein Abend nicht so, wie er verlaufen sollte. Nach einer letzten Flasche Tilquin Geuze, gerade noch heil nach Düsseldorf gekommen. Wie ich das im Suff geschafft habe, trotz letztem RE raus aus dem Pott (Zug, 1:39, Streik ab 2 Uhr nachts, nicht abgezogen zu werden, den Weg zum Hbf, Gleis zu finden, im RE voll wegzupennen und nach Hause zu finden) ist immer noch ein Wunder.

Schade, das ich es übertrieben habe, ich Idiot! Kids, don’t do this! Was lerne ich daraus? Nicht mehr alleine auf Bierfestivals. Besser man ist zu zweit oder mit mehreren und man kann aufeinander acht geben, reisst sich eher zusammen oder ist in Taxi Reichweite.

Was mir in Erinnerung bleibt: eine sehr schöne, fast private Veranstaltung. Frank, sehr gut gemacht! Ich war komplett zufrieden, habe nichts zu motzen(!) und würde mich freuen, wenn das Festival schwarze Zahlen trotz Streik geschrieben hat.
Hoffentlich gibt es auch nächstes Jahr eine  Finest Spirits & Beer im Westen der Republik.

#EOFT

Ich freu mich eigentlich immer sehr auf die #EOFT , nicht nur weil ich beruflich daran ein klein bisschen helfen darf, sondern auch, weil es die Stadt hier erträglicher macht, ohne Berge, Meer und Wälder.

Gestern allerdings nahm mich das ganze irgendwie nicht mit. Zwar war ich fasziniert und zugleich entsetzt über die Jungs in „Don’t look down“ und habe mich sehr über das Höhlenabenteuer der Kiwis, „Cave Connection“ gefreut und mitgefiebert (plus natürlich grandioserweise der Live-Auftritt von McKay selber, oh vermisse die Kiwi-Mentalität, ich bin im falschen Land geboren), aber irgendwie hat mich der Rest nicht mitgenommen.

Klar, die Landschaftsaufnahmen in der Mongolei bei „Nobody River“ waren wunderschön und Honnolds FreeSolo ist der Wahnsinn (gibts auch bei YT in HD und ein langer Text von Alex selbst dazu hier),
doch … es lag nicht nur an den restlichen Filmen.

Ich glaube eher, dass ich dummerweise versuche, mich selbst zu schützen und das Ganze nicht mehr an mich ran zulassen, um nicht zu verzweifeln, das ich nicht selber mehr da draussen unterwegs bin.

Das macht mich traurig, bin doch ich selbst derjenige, der Schuld an der Misere ist und sonst niemand. Ich bin faul geworden. Und feige.

Meinen ersten offiziellen Halbmarathon

gelaufen. Ins Ziel gekommen. Was nicht primäres Ziel war, aber nun gut.

rewind. nachdem ich in den letzen Monaten/Jahren schon mehrmals die 21k geknackt hatte, war klar, das ich das ganze endlich mal „offiziell“ machen möchte, sprich Wettkampf.

Um nicht beim Debüt weit zu reisen, entschied ich mich für den „32. Benrather Volkslauf“ über 21k. Dies war schon mal eine sehr gute Entscheidung, da der Lauf, wie sich am Samstag zeigte, eine wirklich landschaftlich schöne und perfekt zu laufende flache Strecke durch die Natur bot. Perfekt für so ein Debüt!

Seit dem 1 Januar hatte ich mir ein Trainingsplan von Runtastic über 21k unter 2h zugelegt. Dies auf Empfehlung eines Bekannten und ich denke der Trainingsplan ist auch gut und man kann die Runtastic Trainingspläne empfehlen. Leider, auch durch das Praktikum in Berlin bedingt, schlonzte ich vorallem bei den so wichtigen Tempo- und Intervall-Einheiten. Dinge, die sich rächen, wenn man auf Zeit aus ist!

Am Samstag war es dann soweit. Ich fühlte mit gut, ausgeruht und „ready to rumble“. Der Lauftreff bzw. die Veranstaltung war sehr leicht per Benrath S-Bf erreichbar und strahlte eine schöne solide und warme Atmosphäre aus. Alles war sehr gut organisiert, Stände mit Bier, Kaffee und Waffeln waren aufgebaut und dazu viele freundliche, entspannte Gesichter. Hier fühlte ich mich direkt wohl. Irgendwie keine Massenevent und Leistungskampf, sondern eher nette Grillparty mit dem Angebot, jetzt gleich eben 21k laufen zu können, wer Lust hat.

Halbmarathon

Ich bereitete mich vor und ging entspannt zur Startlinie. Es war wunderbar im Wald! Die Strecke selber kannte ich nicht, außer den Teil am Unterbacher See. Das Wetter war angenehm kühl und bewölkt, wobei ein bisschen mehr Sonne schön gewesen wäre. Nichtsdestotrotz perfektes Laufwetter für mich, auch und gerade wegen meiner Pollenallergie und dem massiven Asthma letzten Jahres nach der Marathon Staffel. Rahmenbedingungen stimmten also alle! Top!

Und so es ging es, leicht verspätet um 15:45 los. Startschuss. Ich lief entspannt los und mit. Ich lief entspannt schneller mit und los. Und ich drosselte mich zwar innerlich, blieb aber bei ca. 5:40 – 5:50 auf die ersten 8km, aber es lief gefühlt sooo gut, die KM schienen gar kein Problem zu sein und auch nicht die ca. 5:30/Pace

Gleichzeitig erkannte ich aber schnell, das das ein großer Fehler war, den das Rennen war eben nicht in 2km zu Ende, sondern dann gerade erst Halbzeit. Leider nervt auch noch die runtastic app und meine Playlist massiv, weil irgendwie am rumspinnen. Ich war die ganze Zeit nur 5 Lieder in Schleife am hören. Sehr scheisse! Statt treibendem Rap, Folk-Lala bei nem Wettkampf!

Km 10 rum, Unterbacher See zu sehen, Motivation hoch („um den scheiss See rumkommen!“), aber erstmal nen Schluck Wasser im Gehen und somit erste „GehPause“, und weiter, egal wegen Musik, dann halt keine!

Leider 2km weiter genervt, ohne Musik, beim Laufen an der App rum am frimmeln. Irgendwie was anderes rein bekommen, egal was – Scheisse! Damit wars dann auch vorbei mit „im Tunnel“ und konzentriert, wie noch bei den KM 1 – 8 und bei ca. KM 13 der zu erwartende massive Einbruch, Tempo raus, runter auf 6:30 Pace … mal die getrocknete Aprikose und die 2 Pekan-Nüsse essen, um mich abzulenken. Menno!

Von Jedem wurde ich dann überholt, den ich vorher überholt hatte! Selber Schuld, Daniel! Selbst noch von einem älteren Herrn mit „Beer & Bier“ Shirt (! genau der Bierladen auf der Nord-Straße. Kurz überlegt in anzuquatschen und die nächsten 6km über Craftbier zu labbern.) und weiteren Läufern, die alle sehr fertig waren, aber im Gegensatz zu mir schneller.

Extrem faszinierend, eine große stattliche Anzahl an Läufern hatte ganz schön Bauch vor der Brust und auf der Hüfte und lief schnell, aber ordentlich? Viele hatten einen sehr komischen „Lauf-Gehstil“ – gesund sah das nicht aus, aber anscheinend schlauer als ich. Das Schöne an Wettkämpfen ist ja der Realitäts- und Demuts-Check. Andere Läufer mögen nicht so aussehen, aber sie können meilenweit fitter sein, als man selber denkt!

Endlich. Durchgekämpft, blöden See umrundet. Wieder zurück Richtung Benrath und somit Ziel. War doch fast geschafft, oder? Nur nochmal zusammenreissen!

Das versuchte ich auch, kam aber leider einfach nicht wieder in ein gutes gefühltes Tempo mehr rein und auf einmal spüre ich Wadenkrämpfe(eher einzelnes Beissen(?)) im rechten Bein, genau die Wade mit dem Muskelfasseriss vom vorletztes Jahr (deswegen damals HM in Amsterdam abgesagt). Panik vor Krämpfen? Panik nochmal nen Riss mir zu zuziehen? Ja, verdammt!

Und so schleppe ich ich mich ab KM 16 durch den Wald, mit jeweils ca. 1 Minute Gehpause (gefühlte Ewigkeit) zwischen den KMs, laufend immer bis wieder ein kurzer Beißer sich in der Wade meldete. Die Musik war eh aus und jetzt zählt nur noch irgendwie ankommen!

Ab KM 19 schleppte ich mich zusammen mit einem anderen Läufer Richtung Ziel. Schon spannend, was sowas psychologisch ausmacht.

2:12 – mehr war unter den Umständen leider nicht drin. Den kolossalen Fehler gemacht, die 21k zu unterschätzen. Ungeduldiger verdammter Anfänger! 21k sind nicht 10k Wettkampftempo!

Daniel beim Zieleinlauf

Anstatt ganz entspannt 6:00 Pace zu laufen und dann mit 2:06 ins Ziel zu laufen, oder sogar dann noch Kraft haben und die letzen Kilometer schneller zu laufen. Ach, dummer Daniel!

Desweiteren zu unterschätzen, das wenn der Körper 10k auf Wettkampftempo läuft, es eben nicht einfach mal möglich ist, runter zu fahren, um dann nochmals 11k entspannt zu laufen. wenn, muss es anderes herum erfolgen: erst langsam, dann schneller. Was die Wade betrifft, bleibt ein sehr mulmiges Gefühl – Sollbruchstelle – ich denke, es war das Tempo oder besser ich hoffe es!

HM Benrath

Toll, das Anna am Ziel da war für mich, um mich zu unterstützen und in Empfang zu nehmen. Das ist wirklich gut und wichtig und dafür bin ich ihr sehr dankbar!

Nun wie weiter? Gute Frage, eine Antwort! Weiter laufen!

Jedoch was machen? Gezielt am Tempo arbeiten und versuchen, dann einen neuen Anlauf auf 21k zu wagen? Die Anmeldung für Hamburg im Juni steht schon, den der Benrather Lauf sollte eben das sein: ein Testlauf. Wäre ich mir schon schuldig!

Oder es einfach sein zu lassen und einfach wieder 3x Woche 10k laufen gehen und gut ist? Ab und zu langer Lauf bis 2h? Auf Kendo konzentrieren? Oder die 21k abhaken und den Schwung und das Training auf volle Distanz zu gehen … Marathon im Herbst?

Entscheide ich, wenn ich wieder laufen kann! 😉

PS: Der Zeitungsbericht der RP-ONLINE. Parallel lief der „12. Karl-Heinz-Hahn-Walk“ – Deswegen die ganzen seltsamen Walker auf der Strecke! 😉

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