roninarts.de

Menü Schließen

Kategorie: politics

Tschüss, Piratenpartei!

Es war schön mit Euch. Ich halte die Ziele immer noch für erstrebenswert und finde, soweit ich das beurteilen kann, die Arbeit in NRW ( im Landtag) für sehr gut. Marc, Kai und Lukas kenne ich persönlich. Sehr gute Leute! Viel Herzblut, aber …

Mir passt das ganze bundesweite Drumherum nicht, insbesondere der ganze Berliner-Klüngel, die „Subkultur“ und so, wie ich Piraten auf Twitter und im Netz miterlebe, deren Diskussionskultur, das „sich-um- sich-selber-drehen“ rein gar nicht mehr.

Ich selber möchte nicht bei den Piraten lokal aktiv werden. Weil ich andere Hobbies pflege, weil es nicht meine Priorität hat.

Weiterzahlen als passives Mitglied wäre eine Option, aber mein Geld gebe ich lieber Sea Shepherd & Co oder NGOs  a la CCC, FSFEEDRI usw. Am Ende sogar eher noch TPB.

Weil ich das Gefühl habe,hier wird mein Geld gezielt eingesetzt und nicht auf allen Hochzeiten getanzt, es geht  um Probleme und Lösungen, bzw. gezielte Aktionen und Kampagnen.

Wahrscheinlich ist es das, was mich an Parteien und Piraten stört und auch nicht mehr zeitgemäss ist: das Versprechen der Kompetenz in und auf allen Feldern.

Diese Idee von Volkspartei – in meinen Augen komplett überholt. Glaube die Nische und Interessenbündelung unterschiedlicher Gruppierung für genau bezeichnet  „Probleme“ und „Lösungen“ dafür sind ein Weg. Kleinteilig, modular, flexibel und schnell.

Natürlich ist es Schade, das die große Euphorie, die vor 3 Jahren noch herrschte, im Politikalltag leider zermahlen wird und mir ist immer noch jeder Pirat lieber, als alle anderen politischen „Vertreter“, inkl. den grünen Verrätern.

Eine linke, nicht bürgerliche Alternative fehlt mir. Auch das ist etwas, was die Piraten für mich nicht mehr attraktiv machen. Jeder darf mitmachen, auch weltfremde, rechte, pubertäre Admins, die vorher gerade bei Mama aus dem Nest gefallen sind und nicht wissen, wie man „analog“ buchstabiert. Ne, danke.

Bin ich resigniert? Nö. Verdruss? Nö. Macht ihr mal weiter,
vielleicht wird es ja doch noch was, mit größerer Beteiligung in den Parlamenten! Ich bin erstmal raus.

Alles Gute,
daniel

„Bier statt Milch!“

Dachte am „WeltVeganTag“ lass ich doch mal die Hosen runter. Ich ernähre mich jetzt seit Juli 2013 vegan. Schon 3.5 Monate. Schräg, hätte ich doch selber nicht gedacht, das ich es schaffe, insbesondere weil ich immer viel und gerne Käse gegessen habe. Doch die Argumente dagegen sind klar und eindeutig für mich.

Fakt ist aber, mir fehlt nichts, außer ab und zu der schleichende Wunsch nach einem saftiger Burger, obwohl das ist wie beim „Nicht-mehr-rauchen“. Der Kopf meint, selbst Jahre später, er bräuchte jetzt unbedingt die Zigarette. Schon beim 2. Zug glücklicherweise die Erkenntnis, „nein, brauche ich nicht“.

Nochmals: Ich verzichte nicht, ich koche seit 3 1/2 Monaten jeden Tag frisch, dabei sehr abwechslungsreich und gesund. Kein Weissmehl, kein Industriezucker, keine Softgetränke (ab und zu mal ne Mate bzw Coke Zero), fast kein Fastfood, außer Pommes und Falafel, null Tiefkühl-Truhe ausser Himbeeren und Spinat, … und fast 10 Kilo runter (allerdings vermute ich eher durch (vegan) low carb bedingt, viel Sport, neben Laufen, fahre ich fast nur noch mit dem Fahrrad statt ÖPNV und keine Fresserei mehr nach 19 Uhr). Ja, auch das Craft-Bier trinken wurde eingeschränkt!

Das Kochen kostet leider massiv Zeit und Planung, was beides nervt, aber den Preis bin ich gewillt zu zahlen. Ausserdem spare ich viel Geld, durch Verzicht auf Schnellfrass gerade Mittags und koche mir meine Portionen für den nächsten Tag vor! Das Geld, welches ich so spare, stecke ich wiederum jetzt in möglichst frische saisonale/regionale hochwertige (Bio-) Produkte. Das macht Spass, fühlt sich gut an, gar sexy und mein Körper & Geist dankt durch Wohlbefinden!

Ich vermisse nichts und ich verzichte zwar auf einige Dinge bewusst, aber das gute herrliche Gefühl kein Leid zu erzeugen, macht es wieder weg!

Ich führe jetzt nicht die ganzen Argumente gegen Massentierhaltung, Lederindustrie, Überfischung und Aquakultur, sowie das Leid der Milchkühe auf. Wollt ihr eh alles gar nicht wissen. Fakt ist: Mir ist Milch egal, Käse nicht so wichtig und Joghurt, sowie Ei lässt sich superleicht durch alle möglichen veganen Produkte ersetzen. Tiere möchte ich schon lange nicht mehr essen (Sushi macht es mir wirklich nicht leicht, weil als vegane Variante ziemlich langweilig) und bei Honig bin ich eh neutral eingestellt. Ich denke, Honig eines lokalen Imkers ist absolut ok und gut, versuche jedoch selber kein Produkte mit Honig zu kaufen, bzw. zu essen.

„Kosmetik“ wird auch langsam umgestellt, auf komplett palmölfreie Produkte, vegan, ohne Tiertests, ohne Zusatzstoffe und möglichst unverpackt. Versuche es mit den LUSH Produkten. Mal schauen. Der Wunsch weniger von dem verdammten Plastik zu benutzen, führt ua. dazu, das ich statt Duschgels und Co wieder Seife benutzte! Ja, Seife! Statt Rasierschaum Rasieröl. vegane Zahnpasta noch aus der Tube, dafür mit B12 😉 Ganz so wie es unsere Grosseltern getan haben. Das hat natürlich nichts mit vegan zu tun, sondern mit Verantwortung gegenüber der Natur und kommenden Generationen.

Mir ging es körperlich noch nie so gut. Ob vegan jetzt Trend ist oder nicht, ist nicht nur mir, sondern auch den armen Kreaturen in der Massentierhaltung ziemlich egal. Hauptsache, weniger Leid, weniger Müll, weniger Klimawandel, weniger Kranksein und dafür mehr Fairtrade, mehr Würde, mehr Anstand, mehr Gesundheit, mehr Wohlbefinden und mehr Karmapunkte.

Ich verzichte einfach auf meine eigenen egoistischen (kurzen) Minuten des Genusses. Basta. Ich stelle meine eigenen Konsum-Wünsche (ja aucb Essen ist Konsum) zurück, zugunsten meiner Werte. Was kann daran falsch sein? Mir fällt nichts ein. Euch kann es eh egal sein. Mir gefällt das bis jetzt so sehr gut. Deswegen Bier statt Milch!

Sex mit Weintrauben

Angeregt von diesem sehr schönen Artikel „Vegetarier, Veganer, tot“ muss ich leider sagen, das ich nach ca. dreiwöchiger veganer Ernährung (vorher ja schon Veggie seit Jahren/bis auf Ausnahmen beim Reisen), es noch nie erlebt habe, im Vergleich zu anderen Themen, wie andere Menschen ungefragt, IHRE Meinung zu MEINER Ernährung kundtun.

Der Punkt ist doch, mir ist es sowas von scheißegal, was andere Menschen essen, niemand muss oder soll sich vor mir rechtfertigen, höchstens vor seinen Kinder oder seinem Gewissen. Es ist SEINE Sache!

Nur komischerweise meint jeder, mir erzählen zu wollen, bzw. seinen Senf dazu zugeben, was für mich das beste ist, sobald ich „Nein, danke, möchte ich nicht“, bzw. Essen (gehen) mit der Begründung „nicht vegan“ ablehne.

Das passiert Menschen, die generell diäten (aus welchen Gründen auch immer), „freiwillig“ auf Alkohol verzichten oder gerne eine rein pflanzliche Nahrung bevorzugen, denke ich sehr oft. Vor allem in der Öffentlichkeit. Nur warum, dass versteht ich nicht.

„Ach, stell dich nicht so an“, „Hippie“, „Spinner“, „wach mal auf“, „also ich könnte das nicht …“ „Wo kommt den das Eisen her“, „bist du fit?“, „dann musst du auch auf Leder verzichten, das wäre ja voll inkonsequent!“, „Bier darfst Du trinken, ist doch Hefe drin, hahaha“

Und nein, das ist alles nicht witzig, sondern einfach nur nervig und kindisch, sich blöde Kommentare anhören zu müssen.

Mich hat auch nicht zu interessieren, warum ihr Muslime seid oder auf Sex mit Weintrauben steht. Das ist EURE Privatsache. Fragt man nicht bei der ersten Kontaktaufnahme. Oder beim Essen. Oder beim Metzger. Oder beim Bäcker. Oder bei Ikea.

Nochmal: Mir ist das Essen anderer Leute egal (ist nicht mein Körper & Geist) und es wäre sehr schön, wenn andersherum auch. Nur das massenhaft Tiere leiden müssen, durch das Essensverhalten anderer Menschen, betrübt mich natürlich schon sehr,
aber genau deswegen auch MEINE Entscheidung MEINE Ernährung zu ändern (und nicht Eure!)

Und natürlich ist das alles hochpolitisch. Und natürlich möchte ich durch Vorleben, überzeugen. Und wenn mehr Menschen, das machen, freut mich das sehr. Und Tiere und Umwelt auch. blahblah.

ps: Ich darf in diesem Land sehr viel von dem machen, was ich kann – Punkt ist aber: Ich will absichtlich im Moment nicht mehr können. Mich (im Konsum) generell soweit wie möglich einschränken, das versuche ich schon lange. Nicht nur wegen Massentierhaltung, sehr düsteren Umweltprognosen, ethischer und moralischer Bedenken, sondern weil ein zuviel“ in unsere Gesellschaft, zu einem „weniger“ werden sollte.
Ein „Mehr haben“ nicht mehr mit Gewinner, Erfolg, Luxus oder „Geschafft“ assoziierte werden sollte. Andere neue alte Werte. Ich möchte gerne den umgekehrten Weg gehen. Nicht in die Wälder fliehen, sondern das „walden“ in die Stadt, in mein Leben bringen. Nebenbei,es wird ja gerade viel von Sharing, Upcycling, Craft und Minimalism als Kulturtechnik oder Lifestyle gesprochen. Finde den Zusammenhang.

Hessenwahl 2008 & Abgründe (File under: direkte, nicht-geheime Wahlen)

zum abschluss dieses wahlcomputerdisasters: Pressemitteilung des CCC e.V.

„In einem weiteren Wahllokal stellte sich herraus, das der Wahlcomputer aus praktischen Gruenden bei einem Parteifunktionaer zu Hause uebernachtet hat. Und dann wollen sie uns immer Erzaehlen, das Innentaeter-Szenario sei total theoretisch und unwahrscheinlich…“(frank)

(erste) berichte und eindrücke bei

„Mathias Schindler: nach allem, was ich gerade dort mitbekommen und selbst heute morgen sehe, müssen die keine sorgen vor manipulationen haben. Die haben schon genug Probleme mit dem “normalbetrieb”

~30% der Wähler heute morgen konnten oder durften nicht ohne Intervention von aussen ihre Stimme abgeben. Meistens scheiterte es daran, dass sie nicht fest genug drücken oder an der falschen stelle oder die reihenfolge nicht einhalten

der Wahlvorstand ruft nach 10 Sekunden ohne “Piep” in die Kabine, dass er/sie noch nicht gewählt hat

im Wahlbüro 10 und 9 habe ich mehrfach erlebt, wie die helfer in die Kabine rennen und dann mitwählen

Ich (Mathias Schindler) kann zitiert werden, dass ein großer Teil vor allem der älteren Wähler nicht ohne fremde Hilfe wählen konntenoder durften (weil sie nicht schnell genug waren, bevor inteveniert wurde)“ [via Wahlbeobachter]

© 2018 roninarts.de. Alle Rechte vorbehalten.

Thema von Anders Norén.