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Schlagwort: beer

500 years of #brewing #beer in Dortmund #germany #exhibition #review #rp @rheinischepost

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Photo taken at: Düsseldorf, Germany

Kauft ihr ruhig Eure Twitter Aktien, ich bleib bei BrewDog!

EquityforPunks_thanks2

Ich habe mir deren Aktien gekauft, weil ich es sehr unterstützenswert finde, ob da jetzt hinten Geld raus kommt, bezweifle ich, auf jedenfalls hervorragendes Bier und eine tolles Business!


Equity for Punks
from BrewDog on Vimeo.

… und natürlich alles viel sympathischer als der ganze verbissene virtuelle Silicon oder New York Valley Schwanzvergleich der Jungunternehmer und VC.

Twitter ist natürlich auch toll, aber ich bleibe in Schottland, wo täglich Werte in innovativen Bieren produziert wird! BrewDogs „EQUITY FOR PUNKS“ Aktien-Programm läuft noch bis 14.Januar 2014!

Craftbier in Deutschland braucht mehr Style!

Gerade läuft ja die Veranstaltung „The leading Beers“ in Nürnberg und während ich mir die Bilder und Postings im Social Web anschaue, denke ich schon wieder: „Oh ne, wieder soviel nerviger „bayrisch“ angehauchter Trachtenquatsch! überall Lederhosen, Weisswürste Humtata und Obatzter zu sehen. Folklore! Kitsch!“ Ich mag mich irren, aber das ist meine Aussenwahrnehmung. Wahrscheinlich muss man aus Süddeutschland kommen, um dem ganzen Karneval, was abgewinnen zu können. Aber vielleicht irre ich mich auch!

Ich verstehe gerade bei „Craftbreweries“ diese Verbindung „Craftbier und kitschige regionale Folklore“ nicht. Jaja, „Bier braucht Heimat“ my ass!

Für mich ist gerade Craftbier „säkularisiert“ und muss sich eben nicht dieser schrecklichen deutschen Klischees bedienen, sondern sie neu definieren, so das uns das Ausland auch ohne dickbrüstiges „St.Pauli Girl“ Klischees für voll nimmt, vor allem das gute neue Kreativbier!

Wollen wir nicht auch gestalterisch, bzw. in der Außenkommunikation, im Marketing andere Wege gehen? Beim Produktdesign, bei den Arbeitsklamotten? Beim Merchandising? Biete mehr Popkultur! Mehr Ironie und Zitat?

Ich verweise mal wieder auf „oh beautiful beer“ – dort sind Wahnsinnsideen zu sehen, behaupte ich jetzt mal als Dipl.-Grafiker und jetzt ratet mal wieviel davon aus Deutschland kommt? Eben! Sehr traurig, aber bezeichnend! Bloss nix riskieren, Hauptsache, jedes Bier sieht gleich aus, wie der Inhalt. Die Ausnahmen bestätigen die Regel und nettes Retro Design a la Becks las ich nicht gelten.

Egal, vielleicht ist es nur meine verquere Wahrnehmung, aber Deutschland ist nicht nur konservativ mit seinen Bieren, sondern auch mit seinem gesamten „Style“ – Könnte ein ROUGE Corporate Design aus Bayern kommen? Ich würde mich freuen! PaxBräu ist eine erfreuliche Ausnahmeerscheinung! Und die CREW Republic Jungs aus München (Stadt! urban!) haben sich auch Dienstleister rangeholt für ein ordentliches CD. Klar, stecken BWLer hinter. Denen muss man nichts erzählen, was Zielgruppe und Design für den Abverkauf und Positionierung der Marke, bzw. des Produkts bedeutet, plus dessen „Storytelling“. Es gibt sie noch die guten Dinge …

Genau deswegen mag ich die Berliner und Hamburger Bier-Szene so gerne! Neu, urban, rotzig, locker, eklektisch und modern! Punk! Dagegen! Anders machen! Stellung beziehen! Selbst ein einfaches „Kein Bier für Nazis“ bei Hops & Barley sagt mehr aus, als all die Bierbottiche, Braupaddel, Hopfenknospen und „anno“ irgendwas Gefasel

Ja, ich möchte die Tradition nicht missen, vor allem das hervorragenden Bier, aber wenn wir von CraftBier-Brauereien reden, muss mehr passieren als Cascade oder Mandarina Bavaria in den Pott zu schmeissen.

Die Haltung, der Style, das Auftreten, das was die Amis, „Standing“ nennen, ist genauso wichtig, wie gutes Bier zu brauen!

„Ich bin ein deutscher Craft Brewer!“

I Am A Craft Brewer from I Am A Craft Brewer on Vimeo.

"I Am A Craft Brewer" is a collaborative video representing the camaraderie, character and integrity of the American Craft Brewing movement. Created by Greg Koch, CEO of the Stone Brewing Co. and Chris & Jared of Redtail Media…and more than 35 amazing craft brewers from all over the country. The video was shown to a packed audience of 1700 craft brewers and industry members at the 2009 Craft Brewers Conference as an introduction to Greg's Keynote Speech entitled "Be Remarkable: Collaboration Ethics Camaraderie Passion."

Felix von Lieblingsbier.de nimmt sich der BREWDOG Post von gestern an und stellt in seinem ausführlichen Posting, die Diskussion, welche schon lange und hitzig hier in der „CraftBeerBubble“ geführt wird, da.

Nicht zuletzt befeuert, durch die aktuelle #fritzgate Geschichte und die Erkenntnis, das versucht wurde, den Begriff „Craft Beer“ in Deutschland als Wortmarke, durch einen großen Konzern schützen zu lassen, wird diese Diskussion auf ein Neues belebt.

Ich gebe Felix unbedingt Recht, das „Craft Beer“, neben der „Technik“, „Vertriebsform“ und „Betriebsgröße/Ausschuss“ eben auch eine „Kultur“ ist, mit gemeinsamen globalen Werten und eben nicht nur das Brauen von Bier mit ein bisschen mehr „Cascade“ Hopfen. Ein selbstgebrautes Bier macht einen noch lang nicht zum „Craft Brewer“, genauso wenig wie „Braumeister“ Editionen und fränkische IPAs.

Das spüre ich immer wieder, wenn ich mit oft sehr fachkundigen Hobbybrauern treffe. Sie halten das ganze „neumodische“ Zeuchs für Unsinn und Hype, warum verstehe ich auch nicht. Hier dran sehe ich aber, das es eine Geisteshaltung beim Brauen ist und nicht nur das Brauen selber!

„Pushing the boundaries!“

Ich fühle mich mehr zur amerikanischen Westküste hingezogen oder ins australische Melbourne als nach Bamberg, München oder Düsseldorf. Ich liebe und schätze die deutsche Bierkultur sehr, doch meine Selbstverständnis und meine Leidenschaft gehört den kreativen Freigeistern, die aus Bier eine neue zeitgemässe Kunst entwickelt haben, egal ob Schottland, Berlin, Melbourne oder Santa Rosa!

Deutscher Brauer sind hervorragende Handwerker, aber wenn ich bei meinen Praktika in Düsseldorfer Brauereien nach Hopfensorten, Hefen, Kalthopfung und Imperial Stouts fragte, gab es nur ahnungslose Gesichter! Ich wurde angeguckt wie ein Ausserirdischer, wenn ich nach „Seasonals“ fragte, nach „Tap Takeovers“, „Fresh Hops“ und „Collaboration Brews“.

Tradition und Langweile reagiert, aus Angst! Vergleichbar der Software-Industrie VOR Linux und Open Source Software. Deswegen ist der Begriff „Bier Hacker“ ein sehr guter!

Neugier, Offenheit, Transparenz, Zusammenarbeit, Forschung, Wissenstausch, Qualität und Experimentierfreude sind unsere Werte, die Craft Brewer antreiben und nicht nur der schnöde Mammon. Diese Wert müssen Kunden, Gastro, Presse und zuletzt den (deutschen)Brauern selber vermittelt werden, damit in Deutschland nicht nur die PR & Marketing Leute triumphieren.

Craft Beer ist eben kein schnelllebiger Hype, sondern eine Gemeinschaft von Menschen, die Bierkultur leben und lieben (vergleichbar der „ThirdWave“-Kaffee und Barista Kultur). Genau deswegen bin ich ein deutscher Craft Brewer“!

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Thema von Anders Norén.