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heute Abend war die Premiere des neuen halfpastselberschuld Stückes „Pinocchio Sanchez“ im FFT.

Als Mitbewohner von Ilanit und Frank war ich natürlich sehr gespannt, da die Vorbereitungen für so ein Stück schon Monate vorher anfangen und ich das auch immer im guten wie im schlechten privaten ertragen muss. 😉

Das Stück fand ich gut, aber äusserst knapp zeitlich und zu gradlinig. nicht das, was ich erwartet habe, im Vergleich z b zu „Abwärtsbunker“, das mir noch mit „Barfuß durch Hiroshima“ das liebste Stück ist, bis jetzt.

Was direkt ins Auge fiel, waren die extrem aufwendigeren Puppen. Da hatten sie, bzw Jeanette  nicht zuviel versprochen, bzw. gelernt und auch Hilfe aus Amerika durch Jessica.  Ob das allerdings alles ins Stück musste? Bezeichnet fand ich die „Soldaten in der Bar “ am besten von den Puppen (klassische Gruppe von Hintergrund Akteuren a la Jim Henson). die simpelsten „Randfiguren“ waren richtig gut oder auch die „Soldaten im Krieg“. Mit einfachster Kostümierung spannender als sehr genau dargestellte Figuren, beweglichen Augen und genau das ist es:

HPSS ist meiner Meinung nach, immer dann am besten, wenn sie es schaffen mit minimalsten Puppen und Mitteln, sowie Geräuschen und Musik, all die Bilder und Szenen vor dem geistigen Auge des Betrachters zu zaubern. das ist einfach toll!

Die Mischung aus Puppenspiel, Schattentheater, Film, Comic etc ist auch jedes mal wieder, mehr als überzeugend und toll gelöst.

Am Ende jedoch wollte man vielleicht zu viel, zu schnell und  ist dann aus Zeitmangel oder Krankheit im Team hinten rüber gefallen, bei dem Versuch alle Einflüsse und Neuigkeiten aus der Amerika-Reise letztes Jahr zu integrieren.

Die Teamgrösse schien diesmal auch mehr als sonst, zu mindestens auf der Bühne? ob es das einfacher macht, bezweifel ich aber.

Die Musik war für mich diesmal nicht so im Mittelpunkt, wie bei „Abwärtsbunker“.  sie war gut, aber für mich nicht so catchy wie bei den Stücken vorher. die Tanzszene in der Bar mit der Damenpuppe fand ich massiv anstrengend. 😉

Insgesamt ein gelungenes Stück, gute Unterhaltung und handwerklich top, aber ich wünschte mir wieder ein langes Stück mit deutlich mehr Interpretations- und Spielraum in der Darstellung, sowie bizarrer Charakter und Sidekicks.  Klar, das es ihre Kunst ist und kein Popcorn Kino, dennoch fühle ich mich als Rezipient im „Abwärtsbunker“ besser aufgehoben.

Auf Tour mit dem Stück ua. Münster, Nürnberg, Paris – schaut auf die Webseite oder Facebook

Für die rheinische Post war der geschätzte Thomas Hag im Stück und hat eine Kritik geschrieben und in der WZ auch ne Bericht