feststellen, das mein erster 21k Lauf genau vor einem Jahr war. Genau heute ist gerade in Benrath wieder der schöne Benrather Volkslauf. Ich kann die Strecke sehr empfehlen für den ersten Lauf, bzw. wunderbar flach, über Waldboden durch den Wald und um den See. Mit großer Freude denke ich an den Tag zurück, auch wenn das Laufergebnis selbst scheisse war. Krämpfe, zu schnell. Ist aber komplett zweitrangig.

Wo ist nur die Zeit geblieben, wo ist das Jahr hin? Gefühlt war das doch erst vor ein paar Monaten? ist das, dieses alt werden? Wenn die Zeit, das Leben an einem vorbei rast und nur noch Momente des Glücks, der Liebe  oder der Verzweiflung sich einbrennen und der Rest der Zeit einfach nur vorbeifliegt?

Es scheint, das wir alle diesen besonderen Momenten hinter rennen. Wie eine Droge. Höhepunkte. Durch Sport, Urlaub, Beziehung, Familienfeste, Geburtstag, Parties, Karrieren, Konzerte, Konferenzen? Von Ereignis zu Ereignis. Die Zeit dehnt sich in solchen Momenten und Stunden, aber es bleiben Momente. Die versuchen wir dann gierig einzufangen, durch Selfies, Instagram, einchecken und „soziales teilen“ – „seht her, ich erleben gerade so einen Moment und möchte ihn teilen“
Geteilte Momente sind schöner, aber eben auch Momente, die zu schönen Erinnerungen werden. Weg gepackt auf der Jagd (?) nach weiteren Momenten.

Klar, es geht natürlich um „Erfahrungen“ erzählen einem die 21j(!) Fb Reiseblogger – Problem ist nur, auch diese Erfahrungen werden zu Erinnerungen, werden hohl und brettern an einem vorbei. Kennt jeder, der längere Zeit gereist ist, Momente, Erfahrungen, Erinnerungen.  Was dazwischen?

Genug Geschwafelt für heute. Ja, im Jetzt leben, ja, den Tag „nutzen“, ja, teilen, lieben, geniessen, weitermachen. usw – Ich habe trotzdem keine befriedigen Antworten, um die Zeit zu entschleunigen. Um so mehr (gutes) passiert, oder der Arbeitsalltag überhand nimmt, um so schneller rast sie gefühlt vorbei, die Zeit.  frustrierend 🙁