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halfpastselberschuld „pinocchio sanchez“

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heute Abend war die Premiere des neuen halfpastselberschuld Stückes „Pinocchio Sanchez“ im FFT.

Als Mitbewohner von Ilanit und Frank war ich natürlich sehr gespannt, da die Vorbereitungen für so ein Stück schon Monate vorher anfangen und ich das auch immer im guten wie im schlechten privaten ertragen muss. 😉

Das Stück fand ich gut, aber äusserst knapp zeitlich und zu gradlinig. nicht das, was ich erwartet habe, im Vergleich z b zu „Abwärtsbunker“, das mir noch mit „Barfuß durch Hiroshima“ das liebste Stück ist, bis jetzt.

Was direkt ins Auge fiel, waren die extrem aufwendigeren Puppen. Da hatten sie, bzw Jeanette  nicht zuviel versprochen, bzw. gelernt und auch Hilfe aus Amerika durch Jessica.  Ob das allerdings alles ins Stück musste? Bezeichnet fand ich die „Soldaten in der Bar “ am besten von den Puppen (klassische Gruppe von Hintergrund Akteuren a la Jim Henson). die simpelsten „Randfiguren“ waren richtig gut oder auch die „Soldaten im Krieg“. Mit einfachster Kostümierung spannender als sehr genau dargestellte Figuren, beweglichen Augen und genau das ist es:

HPSS ist meiner Meinung nach, immer dann am besten, wenn sie es schaffen mit minimalsten Puppen und Mitteln, sowie Geräuschen und Musik, all die Bilder und Szenen vor dem geistigen Auge des Betrachters zu zaubern. das ist einfach toll!

Die Mischung aus Puppenspiel, Schattentheater, Film, Comic etc ist auch jedes mal wieder, mehr als überzeugend und toll gelöst.

Am Ende jedoch wollte man vielleicht zu viel, zu schnell und  ist dann aus Zeitmangel oder Krankheit im Team hinten rüber gefallen, bei dem Versuch alle Einflüsse und Neuigkeiten aus der Amerika-Reise letztes Jahr zu integrieren.

Die Teamgrösse schien diesmal auch mehr als sonst, zu mindestens auf der Bühne? ob es das einfacher macht, bezweifel ich aber.

Die Musik war für mich diesmal nicht so im Mittelpunkt, wie bei „Abwärtsbunker“.  sie war gut, aber für mich nicht so catchy wie bei den Stücken vorher. die Tanzszene in der Bar mit der Damenpuppe fand ich massiv anstrengend. 😉

Insgesamt ein gelungenes Stück, gute Unterhaltung und handwerklich top, aber ich wünschte mir wieder ein langes Stück mit deutlich mehr Interpretations- und Spielraum in der Darstellung, sowie bizarrer Charakter und Sidekicks.  Klar, das es ihre Kunst ist und kein Popcorn Kino, dennoch fühle ich mich als Rezipient im „Abwärtsbunker“ besser aufgehoben.

Auf Tour mit dem Stück ua. Münster, Nürnberg, Paris – schaut auf die Webseite oder Facebook

Für die rheinische Post war der geschätzte Thomas Hag im Stück und hat eine Kritik geschrieben und in der WZ auch ne Bericht

 

 

OWLS BY NATURE + WORST DAYS DOWN + THE LION AND THE WOLF + HEART OF OAK

mit ordentlich Schwung aus dem Wochenenden hin zur Singer/Songwriter-Runde ins „The Tube“ – den Montag Abend, aufraffen ist angesagt, aber doch eigentlich ne gute Idee!

OWLS BY NATURE + WORST DAYS DOWN + THE LION AND THE WOLF + HEART OF OAK , Bands aus Canada und England schön schnuckelig und mal nicht enge Brause oder teures FFT.

Ich kam später, daher „owls of nature“ leider verpasst, aber danach „Heart of Oak“ gefielen mir sehr gut und der Rest war auch schwer ok!
nur ca. 10-15 Gäste waren da, die Bands trotzdem spielfreudig und super sympathisch, texte bei allen tief traurig (natürlich!) und das Alt-Bier schmeckte. Die Gäste waren gefühlt, alles Freunde der Bands bzw Stammgäste. Sehr angenehm, aber doch viel zu wenige, bei den tollen Musikern. hinterher ging der Hut für die Bands um. top.

doch leider zog mich das alles  unmerklich und unerwartet doch sehr runter. alleine, mit 39 an nem Montag Abend in der Düsseldorfer Altstadt auf nem Folk/Songwriter-Abend mit 15 Leutchen, die alle jünger waren  – kam mir vor wie der letzte meiner Art, in der langweiligsten Stadt des Planeten ohne jegliche Freunde (die noch vor die Tür gehen) … nun ja, das Erlebnis erspar ich mir dann jetzt erstmal  :/ vielleicht hilft ja der Sommer, Sonne und frische Luft  …

wanderung bollendorfer schweiz

er war sehr schön, der für meine Verhältnisse spontane Wander Kurztrip.

Sa Abend mit Auto hin, Zeltplatz pennen, was essen gehen, morgens Kaffee am zeit, dann alles einpacken, Auto umpacken und Tagesmarsch, ohne Gepäck starten, ca. 20km im Kreis durch die „Bollendorfer Schweiz“ bzw das „SauerTal“ –

perfektes sonniges Frühlingswetter, sehr urwüchsiger Wald, lichtfarbspiele und schon sehr viel Grün, dazu die diversen tollen Felsformationen („Grüne Hölle, Sieweschloeff“, Mumenlay, Predigtstuhl etc)

Der „Rundweg“ ging von Bollendorf hoch gen Bergdorf und „Sievenschlüff“ dann wieder runter nach Dillingen, dort Fussbrücke nach Deutschland überqueert und hoch zum Marienstein, durch Mumeschanz und Predigtstuhl  und wieder runter gen Bollendorf  durch die „Grüne Hölle“. Am Ende mit Auto via Echternach Bier trinken und über Belgien/Aachen  zurück nach Düsseldorf, wegen Ferienende NRW, aber keine Staus, ganz im gegenteil durh belgien geflogen.

Fazit: Natürlich viel öfters machen. selbst eine Nacht im Zelt plus Tageswanderung/ausflug ist soviel Wert und gibt einem das Gefühl, „raus“ gewesen zu sein. Auch ohne Meer 😉

Als nächstes dan mal endlich den seit Jahren geplanten Muhlertal Weg, bzw Rheinsteig angehen, oder Ardennen/Hohes Venn.

es hört nicht auf

sich seltsam anzufühlen. die zäsur. wiegt schwer. weiterhin unwirklich. und doof. 16 weeks…

Mit Entsetzen musste ich gerade

feststellen, das mein erster 21k Lauf genau vor einem Jahr war. Genau heute ist gerade in Benrath wieder der schöne Benrather Volkslauf. Ich kann die Strecke sehr empfehlen für den ersten Lauf, bzw. wunderbar flach, über Waldboden durch den Wald und um den See. Mit großer Freude denke ich an den Tag zurück, auch wenn das Laufergebnis selbst scheisse war. Krämpfe, zu schnell. Ist aber komplett zweitrangig.

Wo ist nur die Zeit geblieben, wo ist das Jahr hin? Gefühlt war das doch erst vor ein paar Monaten? ist das, dieses alt werden? Wenn die Zeit, das Leben an einem vorbei rast und nur noch Momente des Glücks, der Liebe  oder der Verzweiflung sich einbrennen und der Rest der Zeit einfach nur vorbeifliegt?

Es scheint, das wir alle diesen besonderen Momenten hinter rennen. Wie eine Droge. Höhepunkte. Durch Sport, Urlaub, Beziehung, Familienfeste, Geburtstag, Parties, Karrieren, Konzerte, Konferenzen? Von Ereignis zu Ereignis. Die Zeit dehnt sich in solchen Momenten und Stunden, aber es bleiben Momente. Die versuchen wir dann gierig einzufangen, durch Selfies, Instagram, einchecken und „soziales teilen“ – „seht her, ich erleben gerade so einen Moment und möchte ihn teilen“
Geteilte Momente sind schöner, aber eben auch Momente, die zu schönen Erinnerungen werden. Weg gepackt auf der Jagd (?) nach weiteren Momenten.

Klar, es geht natürlich um „Erfahrungen“ erzählen einem die 21j(!) Fb Reiseblogger – Problem ist nur, auch diese Erfahrungen werden zu Erinnerungen, werden hohl und brettern an einem vorbei. Kennt jeder, der längere Zeit gereist ist, Momente, Erfahrungen, Erinnerungen.  Was dazwischen?

Genug Geschwafelt für heute. Ja, im Jetzt leben, ja, den Tag „nutzen“, ja, teilen, lieben, geniessen, weitermachen. usw – Ich habe trotzdem keine befriedigen Antworten, um die Zeit zu entschleunigen. Um so mehr (gutes) passiert, oder der Arbeitsalltag überhand nimmt, um so schneller rast sie gefühlt vorbei, die Zeit.  frustrierend :(

Recap März 2015

  • ein sehr schönen Abend mit Feine Sahne Fischfilet im Druckluft verbracht und ordentlich in Mo Geburtstag reingefeiert \O/
  • leider KEIN Bier im März gebraucht. das ist scheisse! Punkt. /O\
  • Experiment früh aufstehen leider seit der Sommerzeitumstellung zusammengebrochen!  /O\
  • Klasse 21er Lauf, pers. Bestzeit auf 02.04:00 geschafft bei beschissenem Wetter erneut in Duisburg  \O/
  • ca. 140km im Monat gelaufen, aber trotzdem zu unregelmässig.
  • schöner „Betriebsausflug“ nach München zur UX Munich.
  • Hochzeitsnachfeier Rudi und Sabine
  • 2 ordentliche WG-Partys, Iris Brunch und Thomas 50sten …

Für April

  • sparen. Fixkosten komplett runter.
  • zusätzlichen ca. 16h Job/Arbeit(Projekt finden! gerne analog und am Wochenende möglich.
  • Kohle hereinholen wegen Finanzamt/BAföG etc
  • wieder früh raus!
  • regelmässig laufen
  • überlegen wie kräftigungsübungen hinbekommen
  • 2x brauen! Porter und Sommerweizen
  • Produzieren statt Konsumieren.

30. Nike Winterlauf Serie 2015 – Teil 3 und Abschluss

Das wars! 30. Nike Winterlaufserie 2015 in Duisburg erfolgreich abgeschlossen. Die anderen Läufe, 10er und 15er wurde schon verbloggt. Hier meine Endergebnisse.

Auf dem Programm stand ja noch der 21er, vor dem ich schon Respekt hatte, da eben 21k und Renntempo. Dankenswerterweise waren meine Eltern so freundlich mich zu unterstützen und fuhren mich nach Duisburg, bzw. auch wieder zurück. Macht natürlich viel mehr Freunde, wenn jemand für einen da ist. Wieder einmal und erneut bekräftigt. Momente teilen ist toller!

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Und es regnete und stürmte und leider nicht, wie bei den beiden Rennen davor, wunderschöner Sonnenschein. Gut, das man das als Winterläufer gewohnt ist, Spass macht es trotzdem nicht wirklich. Gut, das ich die kurze Hose an hatte und nächste mal auch Kurzarm-Shirt (warum laufen Menschen eigentlich mit Trägerhemd und Armlingen? Was ist der Vorteil?), man ist es eh nass und voll Adrenalin.

Ohne viel Faxen an den Start. Cool bleiben, trotz Scheisswetter. Auf die richtigen Schuhe gesetzt. Meine Trailrunning Asics :)
Da mein Faulheit nach dem 15er sehr über meinen Trainingsplan reagiert hat und ich auch Probleme mit dem linken Knie hatte während eines langen Trainingslaufs ab 18K, ging ich es entspannt an. Keine Lust auf kaputtes Knie oder wieder wie in Benrath letztes Jahr, Krämpfe. Nach Thorsten Coaching dachte ich, erstmal 6:00 Pace auf 10k und dann weiter schauen.

Los! Das Rennen lief  gut an. Ich merkte schon meine Fussmuskeln auf den ersten KMs und ärgerte mich über meine eigene Dummheit noch einen Tag vorher 10k zu laufen. Man merkt das wirklich und das bringt einem nix. Steht in jedem scheiss Buch.

Nass, windig und alleine. Gefühlt waren alle für sich am kämpfen. ganz anderes, wie vor 4 Wochen. Nun gut, durch das Wetter halt mit ordentlich treibender Musik statt Podcast laufen. At  any given sunday – ich lief ca. 5:45 konstant bis 10k und mir ging es gut. Ich war anscheinend Herr der Lage. Das könnte heute vielleicht sogar was geben unter 2h?

Da ich weder Renntaktik trainiert habe, noch Erfahrung damit, dachte ich mir, ruhig bleiben und nicht wieder die Fehler aus HH wiederholen, also versuchen, soweit es geht unter 6:00er bis 16k zu bleiben, dabei aber langsam genug, 5:45 reicht, und dann vielleicht wie beim 15er noch ma ordentlich Gas geben a la 5:30 …Das klappte aber leider so nicht, weil 21k eben kein 15k kein 10k sind. grumpf!

Und die Strecke war fies im Regen und Wind. Mental echt fordernd. Die lange Reagattabahn wieder komplett hoch, dann wieder komplett runter und in den „Matschwald“ und wieder hoch. Das zerrte ordentlich an einem.
Bei KM15 gabs Wässerchen. Dextro Liquid rein (Demnächst früher nen Päckchen?) und bei ca. 17,25k ging mir trotz kurzer Wasserpause die Puste aus und der Pace rutschte auf 6:20 – Parole: Durchhalten! Nicht gehen! Durchlaufen! sub 02:05:00 sind noch drin! So prügelte ich mich selbst bis 20k und wusste, es ist bald vorbei. Am Ende nicht gegangen (nur 1x ganz kurz bei 18k ) und dann die blöde Strecke ins Ziel gelaufen. Alleine diese 200m im Station … Horror … muss ich trainieren durch Sprints … 02:04:00 … Komplett nass, fertig und zufrieden!

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Feines Shirt und Bier! Herr Köning sehr entspannt nach getaner Arbeit

Die Winterlaufserie ist sehr cool, aber die immer gleiche Strecke langweilig. Wer auf Zeit trainiert, freut sich womöglich. Auch wäre es möglich, die Strecke selbst im Vorfeld zu trainieren. Die Idee, alle 4 Wochen im Winter ein (Renn)Ziel zu haben ist super. Motiviert. Infrastruktur etc ist natürlich auch alles top. War ja jetzt zum 30sten Mal bzw. seit 30 Jahren! Definitiv sehr gute Vorbereitungsmöglichkeit auf Frühjahrsmarathons. Also insgesamt sehr zu empfehlen, aber wie gesagt, ob ich das jeder Jahr brauche?

Was hat mir das Ganze gebracht? Spass! Der 10er kommt mir so easy im Nachhinein vor und der 21er ist jetzt schon mein dritter HM (schräg, wie sich Dinge relativieren! Ich meine HM! O_O) Sahnehäubchen war definitiv der Lauf mit Thorsten. Grosser Spass und insgesamt sollte man einfach öfters mit anderen Läufern trainieren. So ne „Run Crew“ wäre vielleicht doch was? Denke, das ist viel geselliger, wenn es nicht gerade regnet und man massiv  auseinander liegt vom Tempo her. 21er Rennen mit Mitläufern steht also noch aus.

Wie sieht das Programm jetzt aus? Gute Frage!

Ich werde noch nicht in die Marathonvorbereitung gehen, das ist mir zu früh. Denke ich knüpfe mir mal (endlich wieder ) die 10er Distanz vor und versuche meinen Pace zu verbessern 5:30 muss schon endlich sein. Vielleicht spontan nen paar 10er Rennen? Dann klappt das vielleicht auch mit dem HM unter 2h. Noch einen HM vor dem Marathon ist eh fällig wegen Standortbestimmung. Lange Läufe am Wochenende bleiben wie gehabt – bis 26k (bzw 2,5h laufen) hoch sollte reichen, um das Körperwissen zu erhalten – Hoffe die Pollen hauen mich nicht wieder voll aus dem Sattel. Kendo muss auch wieder. Nur laufen langweilt gewaltig und der Körper freut sich auch über Abwechlsung.

UX MUNICH 2015

Letzte Woche Mittwoch reiste 80% von blanko.biz nach München an um bei der UX MUNICH 2015 teilzunehmen, gleichzeitig wurde einer unserer Kunden besucht, ua. zwecks Meetings, technische Infrastruktur, UX/UI und neuem Frontend-Design.

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Nach einem überlangen Mittwoch gings am am Donnerstag morgen früh und pünktlich im wunderbaren Künstlerhaus mitten in der Münchener Innenstadt los. Hier muss man die Veranstalter direkt loben; wunderschönes altes restauriertes Gebäude, in perfekter Lager (Food, HbF, U-Bahn) bot einen hervorragenden Kontrast zur digitalen Themenwelt der Konferenz.

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Infrastruktur

Die beiden Tagen wurden von den Volunteers, der „refresh munich“ gestemmt und ich habe an Infrastruktur fast nichts zu kritisieren. Wunderbare Location, ausreichend Kaffee, Tee und Getränke und sowie Brötchen, Brezel und Kuchen, leider nix essbares für mich ausser bisschen Deko-Obst, schade, Brezel OHNE Butter oder Brötchen mit Hummus/Erdnussbutter hätten es getan 😉  waren immer da  – ein Punkt sehe ich aber vollkommen anders: Wlan MUSS heutzutage IMMER bei einer „Digitalkonferenz“ vorhanden sein. Nein, das Argument „unterhaltet euch“ ist und bleibt Bullshit, ua. weil (internationale) Gäste eben kein flat 3G haben oder schlechten Empfang. Es mag sein das man cloud-technisch gerne Apps zur Dokumentation nutzen möchte, twittern, sein wiki befüllen oder Kunden kontaktieren muss.

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Publikum

Das Publikum war wie zu erwarten, bei „soften“ Themen wie Design, UX und (Frontend)Development doch ganz gut gemischt, in Bezug auf Gender, Alter und Herkunft. Der angloamerikanischen Anteil an Teilnehmern schien hoch, was auch nicht verwundert, da München einige dicke Player wie BMW, Google, Ebay und Co beherbergt und somit auch Expats.

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Talks

Das Single-Track Prinzip finde ich weiterhin sehr gut, alles andere ist einfach zuviel (siehe re:publica) – die Talks waren auch gut zeitlich aufgebaut, ca. 45 Minuten plus 15 Minuten Q&A – nach ca. 2 Talks Pausen. Das fand ich alles sehr gut, es gibt jedoch inhaltlich einiges zu sagen.

Con

Leider war der Mix, also die Dramaturgie an Talks nicht so gut. Die ersten beiden Talks waren für den Eröffnungstag gut gewählt, danach faserte es für mich leider sehr aus. Natürlich fand ich die Sachen von Felix, kurzgesagt.de, Stef und Marshall inspirierend und spannend, aber dafür muss ich nicht extra nach München anreisen zu einer UX Konferenz, die in meinen Augen doch die „Nische“ bedienen soll.

Möchte ich über den Tellerand schauen, fahre ich zur @btconf, möchte ich kreativen Input fahre ich zur ToccaMe, möchte ich quatschen fahre ich zu diversen Barcamps etc – ich war hier um (als gefühlter Anfänger im Interaction Design ) mehr über UX/UI, Prototyping/Wireframing, Showcases, Erfahrungen von gestanden Designern/Developern zu hören. Das Thema „Lean UX/Branding“ kam leider kaum vor …

Die beiden „Last Talks“ an Tag 1 und 2 fand ich auch nicht passend:
Erics Vortrag kannte ich genauso, von der btconf. Ich schätze Erics Oeuvre sehr (welcher Reinzeichner nicht?), aber wäre es nicht vielleicht doch spannender gewesen, jemand aus einem aktuellen „UX-Lead“ Umfeld zu  holen oder zwecks „Tschaka“ direkt freie Künstler?

Auch hier muss ich die btconf sehr loben. Schafft sie diesen Spagat jedes Mal fast perfekt. Hier schien es mir doch zu sehr Namedropping zu sein, was auch Vitaliys Vortrag betrifft. Der letzte Talk der Konferenz kannte ich dann auch schon von der btconf und muss leider sagen, das er nicht als „Rausschmeißer“ funktioniert.
Weder Visionär, noch nachdenklich, noch „vorausschauend“, sondern wieder erstaunlich selbst zentriert. Entweder er erzählt was zu seinem deinem digitalen Nomadentum, oder zu Smashing Mag oder Frontend-Kram, aber bitte nicht alles durcheinander und in meinen Augen ohne jeglichen relevanten Bezug zum Thema der Konferenz.

Pro

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Aber genug kritisiert, gerade der zweite Tag entschädigte mit sehr guten Talks und deutlichem „Mehrwert“ für mich. Wie sich herausstellte, (fast) alle für mich spannenden Talks wurden von Frauen gehalten. Go, figure! Wie das wohl kommt? Besser vorbereitet? weniger Gelaber über sich selber, sondern inhaltliche Relevanz? Man weiss nicht, kann nur vermuten.

Hier also diejenigen Talks, die ich zur Nachbereitung empfehlen kann:

Der Vortrag von Rachel war genau das, für was ich da war! Einblicke und Erfahrungswerte bei Google Chrome UX Team, Workflows, Tools, Learnings und top präsentiert! Pop App und Keynotopia als Empfehlung.

Cath Vortrag war beeindruckend, weil welch Riesen-Projekt, die Seiten der britischen Regierung, bzw der Services aufzubauen, umzubauen und nach und nach ux-technisch zu verbessern. sehr spannend!
Muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen. Auch sehr interessant zu hören, das man einfach eben auch den kleinsten gemeinsamen Nenner wählen muss, und selbst 20jährigen nicht wissen müssen, wie nen Date-Dropdown-Menü in einem Formular funktioniert (erschreckend!)

Tiffanys Vortrag war auch gut, weil konkretes Problem in fast jeder App/CMS, die Rechteverwaltung der User, gute Punkte, guter Hinweise, was ich mir noch gewünschte hätte, wäre konkrete „Best Practice“ (Design)Vorschläge, wie es im Backend dann aussehen könnte? Zb. was möchte man statt der riesig langen „Benutzer-Rollen-Rechte“-Seite im Drupal Backend sehen? 😉

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Andy Budds Versuch einer Begriff Definition, was „wir“ den jetzt sind (Designer? Developer? Frontend? UX-Designer? interaction Designer? Webdesigner? etc.) fand ich auch sehr spannend, ua weil gerade neue Visitenkarten am machen und wir am diskutieren sind, was man als Titel drauf schreibt. Seine Lösung „Digital Product Designer“ ist allerdings nicht meins … Dann lieber a la Google einfach „nur“ „Interaction Designer“

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Denise Vortrag war sehr spannend und „anders“ – ging es doch darum seinen inneren Kritiker näher kennenzulernen und Taktiken, Ihn zu benutzen und nicht von Ihm benutzt zu werden. Ich fand es sehr gut, weil ich denke, jeder kennt die Blockaden, die man sich selber aufbaut sei es bei der (kreativen) Arbeit oder im Privatleben. Aus Angst und Zweifel schon vorher Dinge nicht zu tun. Es hat mich auch sehr gefreut, das Denis, als „person of color“ vorne stand, statt männliche weisse blasse Nerds :)

 

Blanko

Für uns als BLANKO Team jedoch war es, denke ein sehr gelungener Ausflug, da neben der Konferenz, natürlich der gedankliche Austausch, auch im Hinblick des eignen Workflows, der eigenen Kunden und der Arbeit reflektiert und diskutiert wurde, sowie der Teamzusammenhalt auch ausserhalb der Agentur, gefördert. Ausserdem gab es viel gutes (Craft)Bier in München zu kaufen und zu trinken!
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Learning

Erneut danke an das UX Munich Team. Gute empfehlenswerte Konferenz, top Infrastruktur, tolles freundliches Volunteer-Team, schöne gemischte Crowd und Vortragende, gutes Timing der Pausen, leider Dramaturgie der Talks und Inhalt im Bezug auf UX/UI/Interaction Design ausbaufähig. Dank an BLANKO für die Fortbildungsreise. Is ja auch alles nicht selbstverständlich.

die letzen zwei Wochen

in der WG waren anstrengend, zwei Samstage, zwei Parties, ein Offenbarung, die unser Zusammenleben, dann mal wieder reduziert und dazu der übliche Stress mit HPSS im Produktionsmodus … bisschen mehr Ruhe hier wäre nicht schlecht.

Alvinne Craftbeer Festival 2015

 

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Doch nochmal ein paar Worte zum Alvinne Craftbeer Festival 2015, da von Interesse.

  1. grossartiges gefühlt nichtkommerzielles Event. Natürlich wird Geld umgesetzt, aber primär gefühlt eine familiäre Veranstaltung für Brauer von Brauern, von Bierfreaks für Bierfreaks und die ganze Familie. Frauen, Kinder, ältere Personen. Toll. Keine Hauptsponsor, keine Fake-Brauer, keine Gutscheine, keine Werbematerial, keine Flyer. klare Bezeichnung bzgl Bier on Tap oder Flasche.
  2. Essensituation. Es waren Tische aufgebaut an den man sich niederlassen konnte und seine mitgebrachten Speisen wie Käse, Oliven, halt Fingerfood essen konnte. Kein Blabla wegen eigenem Caterer 10m weiter, der zusätzlich richtiges Essen anbot und draußen stand noch nen Frittenwagen. Perfekt. Es ist wichtig, das die Besucher ausreichend Essen und Trinken und am Ende auch pinkeln können. Deswegen waren 10 Dixies aufgebaut + 4×4 Pinkelstände und die Klos wurden zur Halbzeit gereinigt.
  3. die herausragend hohe Qualität der Biere, inklusive Preispolitik spricht für sich. Alle Biere waren gleich teuer mit einem Chip zu 1,50€ – Probierglas ca. 0,1ml – Perfekt zum probieren, studieren, trinken.
  4. Das Festival wirkt nicht so, das es eine Frage des Geldes bzgl Infrastruktur war, sondern sehr basic, aber durchdacht (keine Aufpasser Ordner, gute Essens-/Pinkelinfrastruktur, keine Einlassschlangen, kein Rumgesaue, usw.)

An diesen Punkten kann man gut erkennen, wo es in Deutschland bzgl Craftbier Festivals noch mangelt.

  • In Deutschland werden Bier-Festivals als Umsatzmöglichkeit angesehen. Das ist aber in meinen Augen der falsche Weg. Es muss für den Brauer ein Marketing-Instrument sein, um sein Bier unter Freaks und Normalos zu bekommen, Reaktionen zu erhalten, Meinungen dazu auszutauschen, Kollegen zu treffen, Händler etc. Im Prinzip ist das ausgeschenkte Bier Freibier auf hohem Niveau.
  • Gläsergröße. 0,3 ist Quatsch. 0,1 ist gut. Wer grössere Mengen eines Bier trinken möchte, hole sich halt 3 Gläschen. Die eigentlich positive Tendenz das die 0,3 gerne ordentlich voll gemacht werden, kommt die eigene körperliche Verfassung dann nicht entgegen und die Geschmackspalette wird extrem belastet. Ein weiter Punkt ist: Teuer. Die Brauer verlangen zb. in Köln und München ordentlich Kohle für nen 0,3 – auch wenn ich in Chips zahle, es ist Geld – und das ist Quatsch. Ich brauche nicht nen 0.3 für 5 €, sondern 0,1 für nen Euro oder 1,50 – das macht einfach Sinn!
  • Angebotenen Biere. Von ausserordentlicher Qualität und Menge. In Deutschland ist (auch in Köln) noch viel zu viel Standardprogramm dazwischen. Das darf gerne zu Hause bleiben. Kennen wir alles. und die Kollegen auch. Bringt doch einfach eure 5 besten Biere on Tap mit und fertig.
  • Sour, Barrel-Aged, Kollaborationen – das ist Deutschland noch ordentlich hinterher. Schön in Belgien ist auch, das diese „Bierstille“ nicht als „teure Spezialität“ ab gefeiert wurden, sondern als Optionen, die eigenen tollen Biere zu verfeinern.
    Ausserdem muss es mir als normaler Besucher jederzeit möglich sein diese Spezialitäten zu probieren und nicht in wie Bochum, dann gesagt bekommen, wir mache für die dich die Flasche Sucuba nicht auf („lohnt sich ja nicht“)
  • Standpersonal. Neben dem Brauer gehören Menschen hinter die Tische, die BIER BRAUEN und nicht Schüler, Studenten oder Marketing Azubis. Wie kommt Brauer/Brauerei auf so eine Idee?
    Ich hatte beim Festival das Gefühl, dort nur kundige Menschen zu treffen!
  • Bier mitnehmen. Ein Festivalshop ist toll. Die Brauer mögen ihr Bier mitbringen, man kann es kaufen und man kann es vor Ort mit Eintrittsnummer auf der Tüte/Karton bewacht stehen lassen und nach der Veranstaltung mitnehmen. Eigentlich ganz einfach und simple. Alle profitieren davon!

Der Tagesausflug war insgesamt toll und ein herzliches Dank geht an Jürgen und die Kölner Bierhistoriker e.V., die diesen Ausflug möglich gemacht haben. Super!