[Previous entry: "A Roadtrip History"] [Main Index] [Next entry: "murray's pomade nicht nur in ithaca"]

09/19/2002: "Havasu continued"

So, hier nun die lange erwartete Vervollständigung der Erzählung von unseren Wanderungen zu den havasu Indianern und deren paradiesisches Fleckchen Erde.

Als letzes erwähnte ich noch diverse Schilder, die in nicht gerede ermutigender Weise davor warnten, das der ein oder andere unschuldige Hiker hier schon mal mitten in der Wüste versoffen ist, da man nie weiss ob 50 Meilen von einem entfernt dann doch mal nen fetter Schauer niedergeht und das ganze Wasser sich dann seinen Weg durch den Canyon sucht und alles miteinpackt was so auf dem Wege rumtrödelt.

Jedenfalls hatten wir klarblauen Himmel, welcher uns dann bald auch klarmachte warum wir uns weniger vor Wasser fürchten müssten, sondern das unsere doch schon erstaunliche Überwindungskraft um ca. 6:00 Uhr morgens aufzustehen und die Rucksäcke zu packen dann doch nicht tapfer genug war um der brennenden Hitze des Tages zu entkommen. Sprich: Unser Problem auf dem Hike runter war eher die Hitze als Wasser.

Nachdem der Abstieg vom Parkplatz, der direkt oben am Rande des Canyon lag, runter in die Schlucht geschafft war, schlossen uns die Felsen ziemlich bald links und rechts eng ein. Roter Sand knirschte unter den Boots, der allerdings mit einem gehoerigen Anteil Kies und Geröll nicht darüber hinwegtäuschen konnte, das das gesamte Material im Canyon dann doch unter mehr oder weniger beständiger Bewegung sein musste.

Nachdem uns ab und an eine Maultierkolonne überholt hatte, der Schweiss in der zunehmenden Vormittagshitze zu fliessen anfing und die Packs immer schwerer auf die Schultern drückten, wurde der Canyon endlich wieder breiter und wir bogen links in eine breitere Schlucht ein und wanderten noch einmal etwa 30 Minuten neben einem kleinen Flüsslein entlang, dessen fröhliches Plätschern unsere Gemüter wieder etwas erfrischte. Plötzlich kamen wir dann an den ersten kleinen Holzhäusern vorbei; allesamt mit eigenem Garten in denen offensichtlich verschiedene Dinge angebaut wurden.

Nach Überquerung einer kleinen Brücke kamen wir dann in das eigentliche Dorf des Havasu-Stammes. Nichts besonderes. Nur ein paar einstöckige Häuser, ein-zwei Lebensmittelläden mit den rudimentärtsen Dingen, ein Gemeinschafts-(Stammes?)Zentrum, ein Krankenhaus und eine (christliche) Kirche (?!). Im Visitor's office kurz unsere Camping Pässe abgeholt und weiter durchs Dorf gelaufen, bis wir nach dessen Durchquerung und 2 weiteren Meilen an den Campingplatz kamen.

Als es um die letzte Ecke ging, konnten wir plötzlich rechts von uns einen Wasserfall von atemberaubenster Schönheit sich seinen Weg in einen turquis glitzernden Pool aus sich gegenseitigst brechendem Sonnenlicht und Wasser ergiessen sehen. Kein schlechter Anblick für das durstige Auge, so'n Wasserfall mitten inner Wüste...

Unser Campingplatz war dann auch ziemlich schnell ausgesucht. Direkt neben dem Strom der von den Fällen runterkam konnte man sich nach Belieben aussuchen wo man sein Zelt hinstellen wollte. Wir entschieden uns dafür auf der anderen Seite des Flusses unser Lager aufzuschlagen, was beinhaltete das wir jedesmal durchs Wasser waten mussten um zum Pfad, respektive unserem Lager zu kommen. Die Stelle wurde einstimmigst ausgewählt nachdem wir von etwa schattigeren Gestalten weiter Stromaufwärts nicht so ganz angetan waren. Wer will schon in der Wüste neben nem Haufen saufender, grölender Bewährungsbrüdern sitzen und dann noch versuchen ne entspannte Zeit zu haben.

Ne ganz im Ernst. Die Jungs da oben schienen am Anfang ein wenig suspekt, stellten sich aber hinterher als eher harmlos heraus, als wir die beiden jungen Havasu-Kumpels Thoben und Leander (dick und dürr) kennenlernten. T. und L. kannten die Truppe schon von vorangegangenen Jahren und bezeichneten sie "liebevoll" als ihre "Cowboyfriends" die ihnen jedesmal wenn sie zu Besuch kamen Bier und Herbs mitbrächten (Feuerwasser-Referenz hier unbedingt ironisch zu verbuchen!).

Jedenfalls gaben uns die beiden noch ein paar brauchbare Tips was noch so alles zu sehen ist im Havasu-Indianerreservat.

Fortsetzung folgt hier noch. Bin ertma Käffchen trinken.

Add A New Comment Name

E-Mail (optional)

Homepage (optional)

Comments


Remember Me Forget Me

nav:
:start
:archives
:debugging

links:
:franks (alte)seite zur tour (ua.karte)

:statistik von henny

:official burningman-site

:space cowboys TV art project

:murray's superior hair dressing pomade

:famous Pabst Blue Ribbon (PBR)

:chanticleer, ithaca